Unfälle können jedem passieren. Eine wahre Begebenheit:

9:00 UHR
Der Berg ruft. Ab auf die Piste. Der Schnee ist großartig.

10:15 UHR
Ohje, kurz nicht aufgepasst, ich bin gestürzt. Himmel, mein Knie tut weh. Ich kann nicht aufstehen. Meine Freundin wählt die 112. Ich brauche Hilfe.

10:20 UHR
Die Pistenretter holen mich ab, das ging schnell! Ab Talstation fährt mich der Notarzt in die nächstgelegene Notaufnahme.

11:07 UHR
Endlich da. Es herrscht bereits großer Andrang.

11:45 UHR
Ein Arzt! Leider hat er kaum Zeit. Nach einer kurzen Untersuchung werde ich zum Röntgen geschickt.

13:15 UHR
Diagnose Kreuzbandriss. Ich soll heute noch vor Ort operiert werden. Und das soll ich sofort entscheiden? Stopp. Muss die OP wirklich sein? „Hmmmmm. Unser Skivereinsvorsitzender hat mir letztens doch die Christa Kinshofer Skiklinik empfohlen.“

13:20 UHR
Ich wähle deren Hotline +49 176 2000 2000. Eine Mitarbeiterin nimmt meine Daten auf, sie verspricht mir schnelle Hilfe.

13:25 UHR
Rückruf. Ich schildere dem Arzt meinen Fall. „Ein gerissenes Kreuzband muss nicht sofort operiert werden, das reicht auch noch zu Hause.“ Ich bin erleichtert. Ich vereinbare noch für heute einen Untersuchungstermin. Ich hole mir in der Notfallambulanz eine Transportbescheinigung. Hätte auch das Transportangebot der Christa Kinshofer Skiklinik annehmen können, aber meine Freundin fährt mich nach München.

16:00 UHR
Ankunft in der ATOS Klinik München. Der Arzt, ein Sportmediziner, empfängt mich. In einer gründlichen Untersuchung testet er die Stabilität meines Knies. Ein gerissenes Kreuzband? Er ist sich nicht sicher! Ein MRT muss her.

16:45 UHR
Puuuh, mir fällt ein Stein vom Herzen. Das Kreuzband ist nur angerissen, keine OP. Mit Krücken und Knieschiene verlasse ich das Klinikum.

2 Wochen später
Ich stelle mich wieder beim Arzt vor. Ich soll mit Physiotherapie beginnen und bekomme einen Behandlungsplan. Ich wähle die Einrichtung vor Ort, denn da kann mein Therapeut auch direkt mit dem Arzt sprechen und ich habe kurze Wege. Noch am gleichen Tag quäle ich mich durch die erste Einheit mit Lymphdrainage und Faszienlösung.

6 Wochen später
3 x wöchentlich soll ich nun jeweils zur Physio- und zur medizinischen Trainingstherapie. Es wird richtig anstrengend.
Die Therapeuten motivieren mich, der Arzt kontrolliert meine Genesung. Mein Knie ist immer besser belastbar.

12 Wochen später
Die ärztliche Abschlussuntersuchung steht an. Die Schufterei hat sich gelohnt. Mein Knie ist wieder voll einsatzfähig.

Und das Beste: Es liegt noch Schnee. Der Berg ruft. Ab auf die Piste. Der Schnee ist großartig. Nächstes Jahr beginne ich aber rechtzeitig mit Skigymnastik!